Glaubensmut säen. Versöhnung ernten.

 

Gerhard Hirschfelder – Priester und Märtyrer

„Ich kann es nicht zur Seite legen, das Buch fesselt mich!“, so reagiert eine Leserin des gerade im Dialogverlag erschienenen Buches von Hugo Goeke „Gerhard Hirschfelder – Priester und Märtyrer“. 

Auf dem Bucheinband lesen wir: „Wie ein Mensch in seinen Entscheidungen auf Fragen der Zeit antwortet, wie er – auch in einem kurzen Leben – innere Lebensfülle erwirbt und wie er über seinen Tod hinaus weiterwirkt, können heutige Menschen beispielhaft an Gerhard Hirschfelder ablesen.“ Autor Hugo Goeke ist überzeugt, dass der 35-jährig im KZ Dachau umgekommene Priester aus der schlesischen Grafschaft Glatz zum Hoffnungsträger für viele Menschen“ werden kann.

„Wer der Jugend den Glauben an Christus aus dem Herzen reißt, ist ein Verbrecher.“ – Diese Anklage nationalsozialistischer Volksverhetzer entstammt einer Predigt von Gerhard Hirschfelder. Sie führte zu seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Dachau, wo der Priester Anfang August 1942 nach fortgesetzten Misshandlungen völlig entkräftet starb. Die Kirche hat den Seelsorger als Vorbild im Glauben selig gesprochen. 

„Gerhard Hirschfelder ist ein Deutscher. Wenn er selig gesprochen wird, gehört er uns allen: Deutschen, Polen und Tschechen.“ – Das sagt der polnische Prälat Romuald Brudnowski über den unerschrockenen Kaplan. Gerhard Hirschfelder kann über seine Heimatregion hinaus, die das Leid des Krieges und der Vertreibung prägte, Anstöße zu Vergebung und Versöhnung im vereinten Europa geben.“

Hugo Goeke, Gerhard Hirschfelder – Priester und Märtyrer, 200 Seiten, Festeinband, ISBN:  978-3-941462-33-5, Preis 14,80 €; das Buch ist über den Buchhandel, den dialogversand.de oder die Visitatur Glatz erhältlich. Es kann auch vor und nach der Seligsprechungsfeier erworben werden.

Umfassende Informationen zum Themenbereich Seligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder finden Sie unter anderm auf der „kirchensite“ (nachrichten-magazin des Bistums Münster). Dazu  der entsprechende Link:

www.kirchensite.de

Gerhard Hirschfelder – Ein Seliger 
für unsere Zeit

„Ein kraftvoller Zeuge, 
der uns als neuer Freund vom Himmel her geschenkt ist.“ (Bischof Felix Genn)



Dieses Buch stellt in verschiedenen Beiträgen den faszinierenden Glaubenszeugen Gerhard Hirschfelder vor und zeichnet den Weg zu seiner Seligsprechung nach. Eindrucksvolle Bilder und Texte halten die Erinnerung an die bewegenden Feiern zur Seligsprechung in Deutschland und in der schlesischen Grafschaft Glatz (heute Polen) lebendig: in der münsterischen Überwasserkirche und im St.-Paulus-Dom zu Münster; in Bad Kudowa (Kudowa Zdrój), in Tscherbeney (Czermna) und an anderen Stationen seines Lebens und Wirkens.


„Wer der Jugend den Glauben an Christus aus dem Herzen reißt, ist ein Verbrecher.“

Dieser mutige Satz in einer Predigt war für die Nationalsozialisten der lange gesuchte Anlass, den Diözesanjugendseelsorger der Grafschaft Glatz Gerhard Hirschfelder 1941 zu verhaften. Am 1. August 1942 starb er unter unwürdigsten Umständen im Konzentrationslager Dachau, völlig entkräftet und ausgehungert.


„Hoffnungsträger – Mutmacher – Brückenbauer“

Seine Seligsprechung als Märtyrer am 19. September 2010 – die erste im Paulus-Dom zu Münster – wurde für die Katholiken aus der Grafschaft Glatz und für das Bistum Münster zum historischen Ereignis. Sie bildete zugleich einen Meilenstein auf dem Weg der Versöhnung zwischen Polen, Tschechen und Deutschen.


Franz Jung, Marius Linnenborn (Hg.), Gerhard Hirschfelder – Ein Seliger für unsere Zeit; 96 Seiten, dialogverlag Münster, ISBN 978-3-941462-57-1, Preis 14,80 €; das Buch ist über den Buchhandel, den dialogversand.de oder die Visitatur Glatz erhältlich.

Neues Gotteslob

Eigenteil Bistum Münster

Heilige und Selige:

Seliger Gerhard Hirschfeder,  S. 1004 u. 1005

Termine und Veranstaltungen

14. bis 21. Juni 2016

Wallfahrt mit dem Großdechanten Prälat Franz Jung zu den Gnadenstätten im Glatzer Land und anderen Orten unter dem Leitgedanken: „Barmherzig ist er allen, die ihm in Ehrfurcht nahn“ (nach Lk 1,46 – 55; Magnificat), u. a.:

Donnerstag, 16. Juni: Nachmittags:  Andacht in Winkeldorf -  Kirche St. Katharina und Hirschfelder Kapelle

Sonntag, 19. Juni: Tscherbeney (Czermna): Gedenken am Hirschfelder-Grab
10:30 Hl. Messe in der Pfarrkirche St. Bartholomäus mit Generalvikar Josef Socha, Königgrätz (Hradec Králové), Prälat Brudnowski, Tscherbeney, Großdechant Prälat Franz Jung, Münster und weiteren Priestern aus Tschechien
Nachmittags Gedenken an die Geschehnisse vor 70 Jahren (Um der Vertreibung zu entgehen, flüchteten rund 800 Deutsche aus Tscherbeney und Umgebung über die Grenze ins benachbarte Tschechische.)

26. bis 31. Juli 2016

Weltjugendtag in Krakau unter dem Leitwort: „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden (Mt 5,7).


Die Jugend der Diözese Schweidnitz (Świdnica) hat den Seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder als ihr Vorbild  und ihren Begleiter zum Weltjugendtag gewählt und wird ihn entsprechend vorstellen.

Dienstag, 2. August 2016

Liturgischer Gedenktag des Seligen Gerhard Hirschfelder

17:00 Uhr Gedenkgottesdienst in der St.-Clemens-Kirche zu Münster

27. bis 28. August 2016

70. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer nach Telgte (bei Münster) unter dem Leitgedanken: „Selig die Barmherzigen“ ( Mt 5,7)

14. bis 21. September 2016

Im Rahmen einer Erinnerungsfahrt ehemaliger „Junger Grafschafter“ werden verschiedene Hirschfelder-Gedenkorte besucht.

Fester Termin: Sonntag, 18. September; 12:00 Uhr Hl. Messe in der Pfarrkirche in Tscherbeney (Czermna)  mit Bischof Ignacy Dec, Schweidnitz (Świdnica), Prälat Romuald Brudnowski, Tscherbeney, und Großdechant Franz Jung, Münster, anlässlich des Hirschfelder-Gedenktages in Polen